Lexikon


Bier – Begriffserklärung

Bier ist ein alkohol- und kohlensäurehaltiges Getränk, das meist aus den Grundzutaten Wasser, Malz und Hopfen gewonnen wird.
Biere werden nach unterschiedlichen Kriterien wie Farbe, verwendete Hefe oder Stammwürze klassifiziert.

1. Einteilung nach Farbe:
helles Bier, dunkles Bier und Schwarzbier

2. Bierarten nach Sorte der verwendeten Hefe:
Obergäriges Bier
Die Bezeichnung obergäriges Bier beruht darauf, dass bei obergärigen Bieren die Hefe während der Gärung in klassischen Brauverfahren an die Oberfläche steigt. Beispiele sind Weizenbier & Ales.

Untergäriges Bier
Bei untergärigen Bieren sinkt die Hefe nach dem Gärungsprozess auf den Boden des Gärtanks.
Beispiele sind Lagerbier, Märzenbier, Pils.

Spontangäriges Bier
Bei spontangärigen Bieren wird keine Hefe zugesetzt. Stattdessen werden die örtlichen, frei in der Luft fliegenden Hefesporen in den offenen
Gärbottich genutzt, um die Gärung anzuregen.

3. Einteilung nach Stammwürze:
Aufgrund steuer- und lebensmittelrechtlicher Erwägungen gliedert der Gesetzgeber die Biere in unterschiedliche Gruppen auf. In der Regel wird
dabei entweder der Alkoholgehalt oder der Stammwürzegehalt zur Beurteilung herangezogen.
Der Stammwürzegehalt gibt an, wie viel vergärbarer Extrakt in der Würze enthalten ist. Das heißt, dass ein Bier mit 12% Stammwürze 120g
Extrakt in 1000g Flüssigkeit enthält.

 

India Pale Ale

Das IPA ist ein helles, starkes Ale. Dieses Bier wurde im 19. Jahrhundert in England und Schottland für die indischen Kronkolonien gebraut, dort war es unter den Kolonialtruppen sehr beliebt. Da es die lange Seefahrt überstehen musste, wurde an die Haltbarkeit besonders hohe Ansprüche gestellt. Zur damaligen Zeit gab es den Suez- Kanalk nicht und um die Umrundung von Afrika überstehen zu können, waren ein hoher Alkohol- und Hopfengehalt nötig. IPA wurde mit etwa 16 % Stammwürze und einer großen Menge Hopfen eingebraut. In Indien sollte es dann 1:1 mit Wasser verdünnt werden. Die bittere Note soll stark hervortreten und bereits beim Aromatest deutlich wahrnehmbar sein. Um das Hopfenaroma weiter zu erhöhen, werden diese Biere oftmals hopfengestopft. Dies bedeutet, dass während der Bierreifung eine weitere Hopfengabe getätigt wird, wobei sich insbesondere die ansonsten leicht flüchtigen Hopfenöle im Bier anreichern. Englische India Pale Ales haben in der Regel einen geringeren Kohlensäuregehalt als amerikanische IPAs. Sie werden in Flaschen, wie auch in traditionellen Bierfässern, abgefüllt.
IPAs passen hervorragend zu deftigen und scharfen Speisen wie Wildgerichten oder Chili con Carne. Bisweilen wurde das ursprüngliche India Pale Ale auch mit Ingwer, Honig oder Orangenschalen versetzt. Allerdings wird heute zumeist darauf verzichtet.

 

Kastanienbier

Kastanienbier
ist ein unter Verwendung von Kastanienmehl gebrautes Bier.

Pietra
Das erste Bier, das aus Edelkastanien gebraut wurde, war Pietra, von der gleichnamigen Brauerei Pietra auf Korsika handgebraut; es zeichnet sich durch seinen herben Kastaniengeschmack aus und ist bernsteinfarben.
Die Produktion von Pietra begann 1996 in Furiani bei Bastia auf der französischen Insel Korsika.

 

Barley Wine

ist eine sehr starke Art eines Ales mit einem Alkoholgehalt von mindestens 7% bis 13% und einer hohen Stammwürze. Der Name leitet sich vom englischen Wort Wine (deutsch Wein) ab, da der Alkoholgehalt eher dem eines Weins ähnelt, als dem eines normalen Bieres.

Barley Wines werden bevorzugt im Winter konsumiert. Sie weisen eine meist rötliche, dunkle Färbung auf. Außerdem zeichnen sie sich durch ihre Schaumbildung aus, welche so fest ist, dass sich auch im leeren Glas noch Schaumstrukturen halten. Sie schmecken normalerweise am Beginn wegen ihres hohen Alkoholgehaltes süßlich, schlagen jedoch im Abgang ins Bittere und Hopfige über. Dies geschieht wegen ihres relativ hohen Stammwürzanteils. Des Weiteren existieren auch Waldbeeren-, Eichen-, Whisky- und Salzwasseraromen, sowie häufig Weingeschmack, welcher durch die hohe Konzentration von Ale-Hefe erreicht wird.

 

Amber – belgisches Ale

Das Amber ist die belgische Variante des bekannten britischen Pale Ale. Belgisches Ale ist bernsteinfarben und hat einen leichten karamellisierten, gerösteten Geschmack, der ähnlich dem des Düsseldorfer Altbieres ist.

Bekannte belgische Biere sind: Palm, Dikke Mathile, Twels Pilsner Speciaal und Vieux Temps.

 

Abteibier

Abteibiere werden nach jahrhundertealten Rezepten in Abteien gebraut oder von Großkonzernen im Auftrag der Abtei hergestellt.
Belgische Abteibiere erkennt man an einem speziellen Logo, das ein gotisches Spitzbogenfenster zeigt, in dem ein Kelchglas mit dunklem Bier zu sehen ist.

Bekannte Abteibiere sind: Leffe, Grimbergen, Tripel Karmeliet, Maredsous, Watou, Saint-Feuillien, Floreffe und Val-Dieu.

 

Märzenbier

Märzenbier ist ein untergäriges Vollbier, das ursprünglich im März gebraut wurde. In der bayrischen Brauordnung von 1539 und per Dekret durch Albrecht V. von 1553 wurde festgelegt, dass nur zwischen Michaeli, dem Tag des Hl. Michaels (29. Sept. und Georgi, dem Tag des Hl. Georgs (23. April) gebraut werden durfte. In den fünf Monaten danach, war das Bierbrauen verboten. Um bis zur nächsten Brausaison nicht ohne Bier sein zu müssen, braute man im März ein besonders haltbares Bier. Dies erreichte man durch Erhöhung des Gehaltes an Stammwürze, Alkohol und durch stärkere Hopfung.

 

Weizenbier

Das Brauen von Weizenbier erfolgt durch die Nutzung von Weizenmalz anstatt von Gerstenmalz. Beim Weizen wird zwischen zwei Varianten unterschieden. Das Hefeweizen ist ungefiltert, da die Hefepartikel im Bier belassen werden. Im Gegensatz dazu wird das klare Kristallweizen gefiltert.

 

Trappistenbier

Das Trappistenbier ist ein durch bzw. unter Aufsicht von Trappistenmönchen gebrautes Bier.
Das Bier muss in einem Trappistenkloster oder in dessen unmittelbarer Umgebung hergestellt werden.
Der Großteil des erwirtschafteten Erlöses des Bierverkaufs muss sozialen Werken dienen.

 

Pils / Pilsner Bier

Ein Pils hat eine Stammwürze von etwa 11% und einen Alkoholgehalt von 4,8%. Diese Eigenschaften machen das Pils zu einem Vollbier, das am besten kühl mit einer Temperatur von 8°C genossen wird. Seinen Namen verdankt das Bier der Stadt, in der es 1842 zum ersten Mal ausgeschenkt wurde, dem tschechischen Pilsen (Plzen). Seinen ersten deutschen Freund fand das Bier in Preußen, bevor es sich auf Süddeutschland ausdehnte. Heute ist das Pils mit seiner goldenen Farbe das meistgetrunkene Bier Deutschlands.

 

Stout

Das Stout ist ein zumeist tiefschwarzes, obergäriges Schankbier mit einem durchschnittlichen Alkoholgehalt von 3% bis 4,5% und einer ausgeprägten, cremefarbenen Schaumkrone. Es wird mit besonders stark gerösteter unvermälzter Gerste (10%) und mit Gerstenmalz (90%) gebraut. Als drittes Malz werden bei einigen dieser Biere Karamellmalze verwendet. Dieses Vorgehen ist vor allem in englischsprachigen Ländern beliebt.

 

Porter

Porter ist ein dunkles, oft tiefschwarzes Bier mit einem malzigen oder sogar röstmalzbetontem Geschmack. Traditionell war Porter häufig stark gehopft und daher herb. Im englischen Sprachraum bezeichnet es ein meist obergäriges Bier, mit einem Alkoholgehalt von 5%. In anderen Ländern, so auch in Deutschland und Österreich, steht „Porter“ für ein teilweise untergäriges dunkles Starkbier mit einem Alkoholgehalt von 7% bis 9%.

 

Ale – Bitter Bier

In Großbritannien wird Ale häufig als Synonym für Bier verwendet. Dabei ist Ale ursprünglich ein Begriff für ein fermentiertes alkoholisches Getränk, ohne das Hopfen bei der Herstellung genutzt wurde. Dagegen wurde Bier unter Zusatz von Hopfen hergestellt. Ales werden mit obergärigen Hefen vergoren. Dabei ist die Gärung kürzer als beispielsweise bei Lagerbier.

 

Lager

Lagerbier wurde ursprünglich stärker eingebraut, damit es länger gelagert und exportiert werden konnte. Es zeichnet sich durch einen leichten, süffigen Geschmack aus, der durch das ausgewogene Verhältnis zwischen Bitter- und Aromahopfen hervorgerufen wird. Lagerbiere sind blank gefiltert und meist von hellgelber Farbe, weshalb sie häufig als „Helles“ bezeichnet werden.

 

Cider – Begriffserklärung

Cider- hierzulande auch Zider genannt- ist ein alkoholisiertes Apfelsaftgetränk, welches unter Umständen auch als Apfelwein, Apfelbier oder Apfelschaumwein bezeichnet wird. Das Getränk, welches eigentlich schon seit Jahrhunderten getrunken wird, ist hierzulande wieder neu entdeckt worden und ist der Emporkömmling der modernen Partyszene.
Anders als bei Most, bei dem Apfelsaft mittels Kellertechnik und Hefe vergoren wird, wird bei Cider vergorener Apfelsaft mit reinem Apfelsaft vermischt und mit Kohlensäure versetzt.
Der Alkoholgehalt liegt zwischen 1,2 Prozent und 8,5 Prozent. In Österreich darf ein Cider laut Lebensmittelkodex nicht mehr als 4,5 Prozent Alkohol beinhalten. Die Briten nennen alles über den Alkoholgehalt von 8,5 Prozent Fruchtwein und wird somit nicht mehr als Cider gehandhabt. Cider mit wenig Alkoholgehalt sind von vornherein eher süß und schmecken auch süßer als Most. Die dafür gepressten Apfelsorten, weisen einen hohen Tanningehalt auf.
Cider, sind in Österreich, selbst in gut sortierten Getränkemärkten, schwer zu erhalten. Hier bei Bottle Shop kannst du exklusiv auf Spitzenprodukte zu fairem Preis zurückgreifen.